| Tag | Donnerstag, 02.07.2020 |
| Entfernung | 198km |
| Reisezeit | 5h mit Pausen |
| Pässe | 1, Gailberg Sattel(981m) |
| Wetter | 17 - 30°, wolkig, sonnig, Regen |
Wir frühstücken wie immer im Freien, während der Rest drinnen frühstückt. Unsere übliche Gesellschaft sind wechselnde und teils mehrere Mitglieder der Familie Stattmann. Ein paar rauchende "Stinkmorcheln" gesellen sich dazu und stellen sich als nett heraus, da sie morgens scheinbar auf das Bad im Nuttendiesel verzichten. Sprich, man kann sich mit ihnen unterhalten, ohne die Wahl zwischen Nichtssagen und Luftanhalten oder Antworten und Brechreiz zu haben.
Wir überlegen einen kurzen Abstecher nach Italien zu fahren, trotz der lokalen, italienischen Covid-Situation und der Sperre des Nassfeld. Nördlich und westlich von Tröpolach soll das Wetter nicht so toll werden. Plan: Plöckenpass, Tolmezzo, Talseite wechseln, Plöckenpass. Da wir uns daran gewöhnt haben, mitten in der Nacht aufzubrechen, sind wir wieder um 11:00 weg.
Kötschach-Mauthen, wir sehen die ersten Wolken am Plöckenpass, die wollen doch nicht etwa.... Doch sie wollen, als wir auf halber Höhe sind, sind sie auf dieser Seite des Passes angekommen und haben die Farbe von weiß nach grau gewechselt. Diese Sorte kennen wir nur zu gut, Reechn.


Wir drehen, vielleicht haben wir ja, trotz gegenteiliger Wettervorhersage, auf der anderen Talseite am Gailberg Sattel mehr Glück. Oder auch im Lesachtal.
Am Abzweig zum Lesachtal reicht ein Blick in die Richtung, der Himmel ist eher schwarz als grau und in Fahrtrichtung, also Gailberg Sattel sieht es auch nicht so aus, als würden wir trockenen Reifens auf die andere Seite gelangen. Wir riskieren es und haben Glück, es scheint nur ein schmales Wolkenband zu sein und wir bleiben trocken. Im Drautal ist das Wetter besser als angekündigt.
Also gondeln wir das Drautal runter, in der Hofffnung über Kreuzberg oder Hoppelhöhe wieder Richtung Tröpolach zu kommen. Kreuzberg, man sieht den Regen vom Tal aus, das brauchen wir ganz sicher nicht. Hoppelhöhe, die gleiche Aussicht. Wir beratschlagen, außer dem Verkehrs-Alptraum Villach bleibt wohl nichts, wenn wir nicht duschen wollen. Nina plant bei einer Zigarette im Navi eine Tour um Villach herrum.
Auf besseren Feldwegen umfahren wir Villach und seine vollständig schwachsinnigen Ampelschaltung und es geht Richtung Tröpolach. Der Himmel in Fahrtrichtung sieht nicht wirklich vertrauenserweckend aus.
Am Pressegger See fängt es an zu regnen, bis etwa Postran, wir werden nicht wirklich nass, es ist mehr eine Husche. Da es noch nicht einmal 15:00 ist, fahren wir zu einem Tipp von Kathi. Andis Bar. Der Snack ist okay, die Geträncke auch, kann man sich merken.
Gegen 16:00 Uhr verlegen wir uns zu Herfried und einem Stiefelradler. Nachts tobt ein Gewitter mitsamt einem Feueralarm.
| Übernachten | Hotel Beim Winkler |
| Essen | Rinderbraten mit Gemüse und Egli |
| Kommentar | Wieder typisch, da fährt man dem Dreckwetter den ganzen Tag davon, meidet Pässe und dann erwischt es einen auf den letzten Metern auf der Bundesstraße. |