| Tag | Samstag, 27.06.2020 |
| Entfernung | 367km |
| Reisezeit | 7h mit Pausen |
| Pässe | 3, Sölkpass(1790m), Katschberg Höhe(1691m), Kreuzbergsattel(1034m) |
| Wetter | 12 - 28°, sonnig, bewölkt |
Leider reicht die Qualität des Frühstücks nicht ansatzweise an die Qualität des Abendessens heran. Zudem gehört der Kaffee zu den schlechtesten, die wir je hatten. Also packen, zahlen und los. Wir müssen in der Gefällestrecke drehen. Für Thorti ist das kein Problem, Nina hingegen muss schieben. Ob der Enge hat Nina Frühsport.
Das Gefälle endet, nur getrennt durch eine Ablaufrinne, übergangslos auf der Straße, die aufgrund der Bebauung nicht einsehbar ist. Einer zu Fuß auf die Straße, den anderen rauswinken, der dann wiederum via Kommunikation den zweiten rausleitet. Es ist ganz schön Verkehr und die Einheimischen haben es eilig. Danach ein Mal um den Block, um wieder auf die Haupstraße zu kommen.
Wir haben den kürzesten Weg zur Grenze gewählt und als wir den Ort verlassen, weisen uns Baustellenschilder darauf hin, dass die Straße gesperrt sein soll. Ninas Navi, das mit dem Smartphone gekoppelt ist, weiß allerdings nichts von einer Straßensperrung. Da wir die unzureichende, meist falsche Ausschilderung bayerischer Baustellen inzwischen zur Genüge kennen, verlassen wir uns auf das Navi.
Die Straße ist im Wald nass, es muss nachts geregnet haben. Die Straßensperrung beginnt genau hinter den Abzweig zur Grenze. Hätten wir der, wie üblich falschen, Baustellenbeschilderung geglaubt, wären wir einen ziemlichen Umweg gefahren.
In Österreich geht es Richtung der Donaubrücke bei Niederranna. Die kurvenreiche Gefällestrecke ist natütürlich geschwindigekeitsbegrenzt und zwar derart, dass es für Motorradfahrer gefährlich ist. Man könnte mangels ausreichender Kurvergeschwindigkeit stürzen.
Auf der anderen Donauseite machen wir an einer Bushaltestelle Zigarettenpause. Zu uns gesellt sich ein rauchender, einheimischer Motorradfahrer. Gesprächsweise fragt er uns, ob wir auf der Strecke irgendwo Polizei gesehen hätten. Als wir verneinen, hat er es schlagartig sehr eilig. Wir hoffen nur, sie haben zwischenzeitlich nicht doch irgendwo aufgebaut.

Es geht weiter Richtung Sölkpass. Das Navi zählt die Fahrzeit, besser die Wartezeit, hoch und weigert sich die Streckenführung über den Sölkpass zu akzeptieren. Da ein Teil der Anfahrt zum Sölkpass parallel zu einer Bundesstraße erfolgt, der Sölkpass zudem Naturschutzgebiet ist, ignorieren wir in diesem Fall das Navi. Und siehe da, kaum sind wir in die Pass-Straße abgebogen, geht die Fahrzeit runter und die Strecke ist auch vom Navi akzeptiert. .
Überall stehen Schilder, Motoradfahrer (und nur die) mögen sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten (70) und leise fahren, sonst würde der Pass für Motorradfahrer gesperrt.
Drei unbedachte Probleme:
1.
70 ist in den Kehren zu schnell und auf den Geraden und den langen Kurven zu langsam.
2.
Ein Motorrad ist im 3. oder 4. Gang bei Tempo 100 wesentlich leiser als im 2. Gang bei 70.
3.
Wer legt sich für 25€ bei dem abgelegen Pass auf die Lauer? Sozusagen den Eintritt, den man für den Großglockner freiwillig zahlt.


Während wir uns noch über den Schilderwald lustig machen, taucht aus der Gegenrichtung ein Konvoi auf, für den Nagelketten auf der Straße noch die mildeste Maßnahme wären. 10 Porsche die selbst bei Langsamfahrt lauter sind als alle Motorräder, die wir gehört haben. Fahren können sie auch nicht, sonst würden sie nicht Mitte der schmallen Straße fahren. Nachdem die durch sind, warten wir gespannt darauf, dass der Trupp der Unfähigen die erste Kehre erreicht.
Boxermotoren sind recht robust, und vertragen auch schon mal einen hochtourigen Gangwechsel vom 3. in den 1. Gang, die Geräschkulisse lässt allerdings vermuten, das man auch Landschaftsbilder nicht lesen kann. Im Tal begegnen uns dann die nächsten 13 auf dem Weg zum Pass, nach Fahrweise ähnliche Voraussetzungen. Da wir nicht ghört haben, der Sölkpass wäre wegen eines Unfalls minderbemittelter Porschefahrer gesperrt worden, haben sie sich wohl erfolgreich den Pass runtergebremst.
Weiter geht es für uns über den Katschberg und dann zum Kreuzbergsattel, die Straßen sind frei und tatsächlich, der Kreuzberg ist im oberen Bereich bei Kreuzen gemacht.
Wir erreichen Hotel "Beim Winkler". Masken, nein, die Maskenpflicht erlischt in Österreich am nächsten Tag. Gruppenknuddeln, wie Herfried es ausdrückt, "Ihr wäret nicht gekommen wenn der geringste Verdacht bestünde und wir wären nicht auf."
| Übernachten | Hotel Beim Winkler |
| Essen | Rindfleisch mit Kren und warmen Kartoffelsalat |
| Kommentar | Wir sind da, und Familie Stattmann hat offen. Im Gegensatz zu vielen Freunden und Bekannten können wir Urlaub machen. Einziger Wermutstropen, die Köchin ist verstorben (nicht an Corona). Jetzt kocht erst einmal Kathi. |
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